Dienstag, 10. Juli 2007

Der große SL-Hoteltest (B)

Der zweite Teil des großen Second Life Hoteltests (hier geht’s zum ersten…) zu Beginn der Sommerferien bietet heute noch einmal ein breites Spektrum an Häusern in Second Life, für den anspruchsvollen Avatar wie für den schmalen Geldbeutel. Selbstverständlich haben unsere unabhängigen, unangemeldeten Tester alle Hotels auf Herz und Nieren geprüft. Bestechungsgelder wurden in keinem Fall eingesteckt, sondern vielmehr stets korrekt einer unserer Hostessen übergeben und später versoffen.

Im Palmer House waren wir besonders von dem wunderbar weichen Teppich in der Lobby angetan, der jedes Geräusch verschluckt. Schade, dass wir die einzigen Gäste waren, sonst hätten wir davon wirklich etwas gehabt (und schade, dass wir die geräuschdämmende Wirkung nicht mit Voice Chat testen konnten!).


Das Concorde in Frankfurt wirkt auf den ersten Blick weniger gediegen: Zwei extralange Luden- Stretchlimos stehen vor der Tür und lassen zwielichtige Assoziationen wach werden. Innen ist dann aber alles, wie sich das für ein Hotel in SL gehört: eine Rezeption, ein Lift und keine fremden Damen auf dem Zimmer. Große Überraschung: In der Minibar liegt keine Preisliste, bei Kaffee und Tee steht sogar explizit dabei: gratis! Ein Service, den wir an dieser Stelle gerne loben!


Im Palace Beach Club und Hotel verläuft die Erkenntnis- kurve anders herum: Macht das Haus von außen noch einen gut- bürgerlichen bis luxuriösen Eindruck, so stellt man bei Betreten der angemieteten Suite fest, dass auf dem Bett ein Poseball liegt, der mit „Love“ beschriftet ist. Für Flitterwöchner mag das ja noch angenehm sein – Geschäftsreisende freuen sich nach einem anstrengenden Tag im Bus auf ein Bett ohne Stress! Personalausweise werden im Palace übrigens nicht kontrolliert, Unverheiratete können also problemlos ein Doppelzimmer anmieten.


Für das Mediterraneo auf Pindarus können wir mit einem Tipp aufwarten: Lassen Sie sich nicht irgendein Zimmer aufschwatzen, sondern bestehen Sie auf die King Suite! Der (etwas langsame) Aufzug befördert einen dann nämlich auf sage und schreibe 711 Meter! Der Weg zum Frühstücksraum ist von dort zugegebenermaßen etwas lang, aber die Aussicht ist einmalig: Man sieht rundherum nichts! Alles zu weit weg.


Plumeria Beach Bums mag ein etwas flippiger Name für ein Ferienhotel sein. Eines bietet dieses Haus aber, das manch teurere Hotels in unserem Test nicht hatten: eine Drehtür! Dieses Lieblingsdetail vieler Touristen fehlt oft, hier fanden wir es. Man muss in der richtigen Drehrichtung hineingehen, damit man durchkommt. Die Gäste im Plumeria treffen, wie man bereits auf dem Parkplatz sieht, aus allen Richtungen und mit den verschiedensten Vehikeln ein. Zivile Preise machen diese Accomodation zum Ziel für Avatare aller Gesellschaftsschichten. Für 50 Linden pro Tag kann man seine 50 Lieblings-Prims aufbauen.



Zum Schluss dieses SL-Hoteltests zeigen wir heute noch das Kireina Resort.

Ein japanischer Bau mit anspruchs- voller Architektur. Hotelchef Ichiro Furse hat noch einiges vor, der schwebende Zimmertrakt mag davon schon mal einen Eindruck zu vermitteln. Die Drinks in der Bar werden ebenfalls sehr empfohlen.


Nicht im Test und daher nur als Erwähnung außer Konkurrenz gelistet: das teuerste Hotel der Welt – und wie es scheint auch das teuerste von SL -, das Burj Al-Arab. Hier sind im Moment keine Zimmer zu bekommen. Allerdings kann man das ganze Haus kaufen! 400 000 lumpige Lindens werden aufgerufen, dann darf man das Gebäude samt allen Zimmern auf der eigenen Insel aufstellen und ab sofort selbst Hotelier sein. Vielleicht ist das ja auch die Befreiung aus dem Dilemma der Entscheidung: Welches Hotel für meinen Avatar?


Alle LeserInnen sind herzlich eingeladen, uns ihre Lieblingshotels und -pensionen mitzuteilen, die wir gerne bei unserer nächsten Runde durch die SL-Übernachtungsszene unter die Lupe nehmen werden!

1 Kommentar:

  1. Hab ich das Burj Al-Arab nicht kürzlich im Apfelland gesehen?

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Schreib was nettes. Hm?