Mittwoch, 17. Oktober 2007

Schwein gehabt

Seit gestern kenne ich Ferdinand. Er ist fett, hat eine große Schnauze und sich am Ende in Luft aufgelöst. Ferdinand ist ein Schwein!

Ich traf Ferdinand beim Zocken. War nicht schwer, ihn für mich zu gewinnen. Er arbeitet in der Österreichischen Tipp3 Arena - als Glücksschwein, unterste Gehaltsstufe. Dreht Flugrunden mit Touristen. Sagt, wenn man nur genügend Runden mit ihm fliegt, kann er vom Basisschwein zum Rennschwein aufsteigen.

Habe ja ein gutes Herz und ließ mich nicht zweimal bitten. Aber, liebe Leser, ich sag´s Ihnen: Ein fliegendes Schwein zu reiten ist wie auf einem Stück Kernseife durch ein Abflussrohr zu trudeln.


Ferdinand war völlig orientierungslos. Seine Kollegen überholten uns flockig und tauchten souverän in den Parcours. Die Streckenrekorde purzelten nur so. Bloß Ferdinand flog zickzack.

Während der zweiten Runde beschlossen wir, lieber auf einen Kaffee zu Boden zu sinken. Ferdinand und ich verbrachten nette zwei Minuten beim Picknick. Dann war er plötzlich weg. Pöff. Einfach so. (Und ich durfte zu Fuß nach Haus.)


Seitdem suche ich Ferdinand. Niemand hat ihn gesehen. An seinem Arbeitsplatz las ich: "Gib auf Dein Schwein Acht!" Sollten Sie selber einmal am Schweinechallenge teilnehmen, halten Sie bitte für mich Ausschau: Ferdinand ist mollig, weiß und auf seinem Bauch steht "Lotto". Er grunzt Wienerisch.


Nachtrag: Eben besuchte ich das Oktoberfest. Nun habe ich irgendwie ein ungutes Gefühl...

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