Donnerstag, 15. November 2007

Writer's Style (6)

Das Wartezimmerblatt Elle liefert in der aktuellen Ausgabe eine Anleitung zur Berechnung der eigenen Schönheit. Die Leserinnen können sich „objektiv“ mit Supermodels vergleichen. Das muss natürlich in die Hose gehen. (Präsentiert wird das Ganze übrigens von einem Schönheitschirurgen, der scheint’s noch freie Termine hat.) Die >gedissten und frustrierten Leserinnen können dann in die Abt. „>Psycho“ weiterblättern, wo sie auch noch über ihre charakterlichen Schwächen informiert werden. Danke, Elle!

Wer einen Avatar gestalten soll, aber nicht genau weiß wie, kann aber doch was lernen: Ein gefälliges Gesicht hinzukriegen nämlich.
Von vorn ist es einfach. Wenn der Abstand zwischen den waagrechten Linien (Kinnspitze, Nasenunterseite, Brauenansatz, Haaransatz), bzw. den Senkrechten entlang der Augenwinkel jeweils einigermaßen gleich ist, finden die Leute das schön.
Die (gepunktete) „Augenlinie“ soll leicht V-förmig sein, sagt der Mann.
Für’s Profil muss man rechnen. Die Rechnung selbst ist mir zu kompliziert, das Ergebnis sollte jedenfalls 0,618 sein. Und die selbe Zahl kommt auch raus, wenn Schönheitschirurgen das ideale Taille-Hüfte-Verhältnis berechnen.
Makemea Writer sagt: Leg das Lineal weg und mach dir deinen Ava so, wie du ihn gut findest! Je verschiedener wir sind, desto schöner wird unser Second Life.

Und wer teilt den Englisch-Spezialisten der >Elle-Website mal mit, dass das englische Wort für „Hohes Niveau, Weltgewandtheit, Raffinesse“ richtig „Sophistication“ lautet, mit einem s mehr?
Naja, „Sex“ haben sie immerhin richtig geschrieben!

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