Freitag, 31. August 2007

Nudelkochen für Romantiker

"Reh-Watching bei Sonnenaufgang mit anschließender Dorfbesichtigung, warmem Mittagessen und Knabbergebäck für unterwegs" nannte sich der verlockende Tagesausflug, auf den mich Second Travel mit nach Silk Waters Mountain nahm. Ich muss Ihnen sagen, liebe Leser, ich wurde nicht enttäuscht. Silk Waters Mountain ist ein ganz entzückendes Dörfchen mit japanischen Ambiente, dessen verwinkelte Gassen zum Bummeln und dem Erwerb kunstfertiger Samurai-Rüstungen einladen (bitte denken Sie daran, bereits vor Fahrtantritt einen zusätzlichen Sitzplatz für die Rückreise zu buchen).


Außerdem beeindruckt das Dorf durch die vermutlich einzige Schneeverwehung Second Lifes, die dem romantisch gestimmten Besucher auf Schritt und Tritt folgt - auch innerraums! In der verschneiten Peripherie Silk Waters Mountains gelang mir übrigens eine Aufnahme des seltenen, hornlosen Primnasen-Bocks (nicht zu verwechseln mit dem hirnlosen Primnasen-Bock, der des Öfteren in Strandnähe zu beobachten ist).


Nur das angekündigte Mittagessen an einer rollenden Suppenküche ließ ein wenig zu wünschen übrig - musste man sich doch um die Zubereitung der Mahlzeit selber kümmern! Immerhin steckte mir der Besitzer des Imbisses hinterher heimlich 3 Linden für neun Minuten Nudeln-Schaufeln zu. Nachdem ich auf der Speisekarte das vom Aussterben bedrohte "Amazing Talking Chicken" für 8 Linden 75 entdeckte, mache ich mir allerdings ernsthaft Sorgen um das Wohl des hornlosen Primnasen-Bocks.


Apropos Essen: Die rauschende Party des Busunternehmens anlässlich der feierlichen Haltestellen-Eröffnung auf Pangaea endete mit einem frühmorgentlichen Appetithappen im Restaurant "Le Canibal", unweit der Haltestelle. Einem kleinen, urigen Gasthaus mit Fernblick. Angesichts des angebotenen Grillguts zog ich es allerdings vor, nur ein Glas Milch zu trinken - auch wenn man mir versicherte, die Haxe sei aus Holz (aber sind wir das nicht irgendwie alle...?)


Pressespiegel (BR Online)

Der Bus als Buch ist in München angekommen!
"Ideal für Einsteiger ist dieser Reiseführer durch die virtuelle Welt von Second Life", findet br-online.de (die Internetabteilung des Bayerischen Rundfunks) - und macht "Mit dem Bus durch Second Life" zum offiziellen Buchtipp im Bereich Fantasiewelten.

Ein Blick in die Zukunft

Gestern Nacht kam ich in den Genuss einen Blick in eine der Zukunftswerkstätten von SL zu werfen.

Was RL Architekten hier in SL zum Teil entwerfen ist atemberaubend und die Diskussionen über die Gestaltungsmöglichkeiten die SL bietet noch mehr (auch wenn frau manchmal nur die Hälfte versteht).

Was es hier in der Gallery of Reflexive Architecture zu sehen gibt ist aussergwöhnlich, Architektur, die auf den Avatar reagiert, Stelen sie sich wie ein Haus um den Avatar bauen,


Lichtschläuche die sich den Bewegungen anpassen,


Platten die sich erheben je länger man auf ihnen steht.



Natürlich bieten wir auch Reisen zu diesem Ort an, unser Unternehmen will es sich nicht nehmen lassen, Ihnen einen Blick in die Zukunft zu ermöglichen.

Nächster Halt: RFH

RFH ist nicht etwa die Abkürzung für "Ruhepause für Hostessen" (..., meine Damen!), sondern für Rheinische Fachhochschule Köln.
Die Zweigstelle der RFH in Second Life ist schon lange eine gute Anlaufstelle für Avatare, die etwas lernen möchten: Im Inneren des Gebäudes finden Newbies (SL-Neulinge) das Tutorial von Funaria Moose, das aus einer Vielzahl von Erklär-Notecards zu allen Aspekten des Zweiten Lebens besteht. Außerdem trifft man in der Regel auch auf erfahrene Bewohner, die man mit Fragen löchern kann (Tipp: Avatare ansprechen, über deren Häuptern der Gruppentitel "Tutorial Mentor" schwebt). Und vor der Tür befindet sich eine Sandbox zum Ausprobieren der Building Skills oder zum Errichten privater, tragbarer Wolkenkratzer.
Im oberen Stockwerk hängt Kunst, im Hörsaal werden Vorträge gehalten (hier: ein Beispiel).
Bernd Celt, der RFH-Dozent vom Dienst hier, ist mit einem Interview übrigens auch im Buch vertreten. Wer einem seiner Studenten einen Gefallen tun möchte, klickt bitte auf diesen Link und nimmt dort an einer Umfrage zu SL teil (zusätzlicher Anreiz: Fürs Mitmachen wird man mit etwas Glück mit bis zu 1000 L$ belohnt)!
Vielen Dank für den schönen Platz, den unsere Haltestelle hier bekommen hat!

Donnerstag, 30. August 2007

Nächster Halt: Pangaea

Das Streckennetz von Second Travel nimmt langsam Formen an. In den nächsten Tagen stehen weitere Haltestellen-Einweihungen an, heute präsentieren wir den Wirtschaftsstandort Pangaea.
Wer schon länger bei 2ndtravel mitliest, weiß, dass dort beispielsweise das erste Konzert von Klaviergenie Lang Lang stattfand, vor einigen Wochen war dann die Berliner Band Nylon zu Gast -
und der Webradio-Stream ist für die Zeiten zwischen den Events ebenfalls empfehlenswert!

Momentan ist Insel-Designerin Moni Duettmann dabei, einen Shop einzurichten (Verkaufsräume im Keller!). Dort füllt sich langsam der Raum mit Selbstentworfenem. Für Avatare, die glauben schon alles zu haben... das habt ihr noch nicht!

Ausgangspunkt für Insel-Erkundungen ist hier, denn hier steht die Haltestelle (wie gewohnt mit Gratis-Buchausgabe und bequemer Wartebank).
Falls der Zeppelin nicht gerade technische Probleme hat, sollte man Moni um einen Rundflug anhauen!

Dom in progress..







wenn DER Dom fertig ist, sage ich Euch wo der steht :-)

:weltpatriot:

Mittwoch, 29. August 2007

Elvis, Kültür und Strumpfhalter

Den Strumpfhalter im Beitragstitel habe ich nur wegen die Optik gewählt.
Liebe Strumpfhalterfetischisten, surfen sie bitte weiter.
Hier gibt es nix für Sie zu gucken.

Elvis.
Besuchen Sie unbedingt Graceland.
Da kann man sich nicht nur das Grab von Elvis anschauen und angemessen kondolieren, sondern auch die geschmackvolle Inneneinrichtung, Bühnenoutfits und das goldene Klo bewundern






http://slurl.com/secondlife/Calvados/196/47/21


Kültür.
Was ich am liebsten mache, wenn ich mal von meinem tollen Job als Hostess befreit bin, ist neben Mädchenkram bauen: Mir Sachen angucken und "Ah" und "Oh" machen.

Hier eine kleine Auswahl der letzten Reiseziele, die man natürlich auch mit unserem Reiseunternehmen besuchen kann.
Unser Chef hält immer eine kleine Auswahl von Supergeheimen Geheimtips im Handschuhfach parat.




Artropolis:
Künstlerkolonie in Second life, sehr sehenswert
http://slurl.com/secondlife/Artropolis/23/122/22


Design for Digital Media-Leeds College of Art an Design
http://slurl.com/secondlife/The%20Collective/75/158/34

Als besonderer Service, sind alle Links ...
von Nuschi in klickbare SLurl-Adressen umgewandelt worden :-)

Tierschutz in SL (Folge 1) : Der Pinguin

Als stets zufriedenen Kundin des Busunternehmens Second Travel, möchte ich Ihnen, liebe Leser, gerne erzählen, wie ich Busfahrer Martynov und seinem entzückenden Team zum ersten Mal begegnete.


Es war an einem Dienstag im Juli. Ich bummelte entspannt durch ein Geschäft für Posen und Animationen, auf der Suche nach einem eleganten Hüftschwung für Sonn- und Feiertags, als ich in der Auslage plötzlich dieses Paket entdeckte - es war schockierend! Stellen Sie sich vor: skrupellose Pinguinhändler hatten zehn dieser possierlichen Tierchen in eine winzige Kiste gepfercht und boten sie zum Herumschleudern feil. Natürlich zögerte ich keine Sekunde, raffte meine letzten Lindendollar zusammen und kaufte dem Laden die armen Tiere ab.


Vor der Tür des Shops versuchte ich sofort, meinen Schützlingen die Freiheit zu schenken, aber immer wenn ich sie aus der Kiste holte, dauerte es keine zehn Sekunden und die traumatisierten Vögel kamen zu mir zurück. Was also tun? Ich beschloss, die Tiere dorthin zu bringen, wo sie hingehörten: zum Nord-...äh... Südpol. Nunmehr ohne einen müden Linden in der Tasche, machte mich auf den Weg zur Landstraße. Geschlagene vier Stunden hielt ich dort den Daumen in den Wind, aber noch nicht einmal ein unbemanntes Fahrrad hielt an. Zu meinem großen Glück kam schließlich der grüne Reisebus von Second Travel vorbei.


Herr Martynov bot mir an, mich und meine Pinguine völlig selbstlos, nur gegen eine winzige Gefälligkeit (Bus waschen, wachsen und polieren, Polster schaumreinigen, Kaugummis unterm Fahrersitz abmeißeln) ans Ziel zu befördern. "South Pole", sagte Herr Martynov, fände er auf seiner Karte nicht, aber wir könnten es ja mal mit "Dance Pole" versuchen. Zugegeben, die Idee war sehr löblich, aber meine Pinguine schienen keinen Gefallen daran zu finden, sich den ganzen Tag um eine Stange zu räkeln, also packte ich die Tiere wieder ein.


Auf der Suche nach etwas Neuschnee landeten wir schließlich in Zermatt, einem unberührten Stück Natur (abgesehen von einer unbedeutenden Anzahl von Ferienhäusern und Nobel-Boutiquen) - die Vögel würden sich dort sicher heimisch fühlen. Gemäß der Gebrauchsanweisung auf ihrer Verpackung setzte ich die Tiere der Reihe nach in der idyllischen Bergwelt aus (für Pinguine flogen sie erstaunlich weit...) und sah zu, dass ich Land gewann. Herr Martynov gab freundlicherweise mit qualmenden Reifen Gummi.


So also lernte ich das Busunternehmen Second Travel kennen und schätzen. Ich kann es jedem Freund kultivierter Ausflüge und würzigen Dieselaromas nur wärmsten empfehlen.


Nachtrag: Es ist nicht zu fassen! Heute besuchte ich noch einmal den eingangs erwähnten Posen-Laden - und was musste ich zu meinem Entsetzen sehen? Sie hatten sich schon wieder eine neue Kiste Pinguine besorgt! (Sollte einer der hilfsbereiten Leser 150 Linden übrig haben...)


Second Kölner Dom

Zwölftausend Prims. So viele Einzelteile braucht man, um den Kölner Dom in Second Life nachzubauen.
Entsprechend beeindruckt stehen denn auch die meisten Avatare vor der weltgrößten SL-Kathedrale. Man bewegt sich ruhig und mit Andacht auf das Portal zu und wandelt dann gemessenen Schrittes hinein - allerdings kann es natürlich auch sein, dass viele gerne schneller und wilder durch den Dom toben würden, nur geht's nicht, weil der Rechner an den vielen Prims eben eine Weile zu backen hat!
Aber es lohnt sich, wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt zur Besichtigung. Immerhin gilt es, genau wie im realen Leben, irgendwie ein Foto von sich mit den Türmen im Hintergrund hinzukriegen!
Während man in echt nach Deutz, auf die andere Rheinseite pilgern kann und sich dann dort aufstellt, geht das in SL nicht: Kein Rhein. Also fliegt man einfach auf kommode Höhe und versucht so sein Glück. Oder man verzichtet auf Personen und nimmt einfach eine Ecke Bus mit ins Bild...
Die Besichtigungszeiten sind jeden Abend von 20 bis 22 Uhr, in der restlichen Zeit wird am Dom noch gebaut (das mit dem Bauen ist beim Echten auch ähnlich - an irgendwelchen Kirchenbauten frickeln sie dort seit dem 4. Jahrhundert rum). Diese Regelung ist für Second Life ungewöhnlich.
Es wäre sicher auch nicht schlecht, die Zeiten noch etwas zu erweitern. Wichtiger ist aber, dass sich jemand um die Besucher kümmert. Das wiederum erledigen hier gleich mehrere, sehr freundliche Avatare (Danke Sofi, danke Annie!), die einem zum Beispiel das neue Richter-Fenster mit seinen 11 200 Farbquadraten zeigen und erläutern oder auf die Bodenmosaike hinweisen.

An den Wochenenden wird neben dem Dom (auf der NachbarSIM) mit Domblick getanzt, aber auch unter der Woche ist eine Besichtigung ein Ausflug, den wir sehr empfehlen.

Und wer ein noch kollossaleres Gebäude in Second Life kennt, darf das gern als Kommentar anmerken.
PS: Tante Smoodas Fotografier-Leitfaden zum nachschauen, wie man so große Dinge in SL am besten aufnimmt, findet sich hier!

Dienstag, 28. August 2007

Nächster Halt: Neu.de

Unser Haltestellennetz wächst! Unser neuester, palmenumschmeichelter Standort ist auf Neu de Island1, gleich im Landebereich.

Wer eine Leseprobe von "Mit dem Bus..." haben möchte, braucht dort nur auf den Fahrkarten- automat zu klicken.

Wer sich für die Insel interessiert (oder für neu.de allgemein), wird dort auch immer Leute treffen, die weiterhelfen können. Über aktuelle Veranstaltungen informiert eine Tafel gleich vis-à-vis der Haltestelle (übermorgen, am Donnerstag, ist z.B. Modelling Contest). Vielleicht ist ja sogar Inselchefin Manou Lamont da (nicht verwandt oder verschwägert mit unserer Hostess Lore Lamont), eine unserer ersten Leserinnen!
Versprochen: Wenn mal Straßen gebaut sind, gibt es auch Bustouren über die Insel!

Montag, 27. August 2007

Was tun in SL? (Folge 13)

Wie oft schon hatten wir das dringende Bedürfnis, uns des drängenden Problems des Denkmalschutzes anzunehmen. Oder der sonntäglichen Langeweile zu entfliehen...
Und so einfach geht das:


a) zünftig einkleiden



b) Denkmal schützen
Fertig.
...p.s.: Grund der ganzen Aktion war natürlich, den Mitavatar VOR dem Denkmal zu schützen, zu bewahren. Folgendes trug sich im Vorfeld der Massnahme zu:
Ein Mitarbeiter (siehe Pfeil) der örtlichen Schlossverwaltung hatte sich bei der Schatzsuche dermassen verheddert, dass wir mit schwerstem Gerät um seine Befreiung rangen.
und damit das nicht mehr vorkommt...

Next Stop, Mr Rosedale?

Bei der SLCC in Chicago, dem mit 800 angemeldeten Teilnehmern weltgrößten Treffen von Secondlifern (außerhalb von SL) hat SL-Erfinder und Noch-Governor Philip Rosedale bereits am Samstag eine Rede gehalten. Das Lustige daran war sein T-Shirt:

Das Foto haben wir bei Sacha gefunden.

„Missing Image“ stand darauf. Die versammelten Avatarbesitzer fühlten sich sofort wie zuhause.

Das Interessante an der Rede war Rosedales Ankündigung, dass Linden Lab sich in nächster Zeit weniger mit dem Einbau neuer Tuningteile beschäftigen werde, dafür mehr mit der Stabilität des Systems. Als erstes entschuldigte sich Rosedale für die vielen Pannen und Wartezeiten der letzten Monate. Eigentlich sollte die Technik hinter Second Life gar nicht bemerkbar sein, meinte er… (siehe Samstag)

In den vergangenen Jahren, erklärte der First Linden, sei Linden Lab eben in erster Linie ein Lab gewesen, ein Entwicklungslabor. Und da kämen sich die Insassen nun mal öfters vor wie Versuchskaninchen. Inzwischen sei aber die Zahl der Bewohner so groß, dass man den Laborgedanken loswerden wolle. „I think we can stop being a lab“, sprach Rosedale, “and I think the message from the community is that we should. I’m the CEO, so I want to lead us that way.”

Und wie geht es weiter? Wenn man dem Chef glaubt: groooß! Größer als das Internet. Der Grund dafür, sagt Philip Rosedale, liegt darin, dass man nicht lesen muss in SL. Man erlebt einfach – und das macht es für Viele leichter, etwas zu begreifen. Einen Zeitplan für diese kühne Vision wollte er allerdings nicht verraten.

Wir werden sehen.

Vorläufig wäre es für viele SL-Bewohner schon schön, wenn zumindest rund um die Uhr und die ganze Woche geöffnet wäre, im Linden-Metaversum. Die stundenlangen Auszeiten des gesamten Systems sind allgemein verhasst. Daran werde gearbeitet, versprach Rosedale, man sei dabei, die Systeme zu entkoppeln, um in Zukunft Programmupdates oder Wartungsarbeiten im Hintergrund erledigen zu können. Keine Mittwoche mehr in SL!

Sprach’s, knöpfte sein Jacket wieder zu, erlaubte noch ein paar Snapshots mit Besuchern der SLCC und verschwand per Teleport – wohin?




Die vollständige Mitschrift der Rede (auf englisch) gibt es hier.

Sonntag, 26. August 2007

Sonntag: Trainspotting-Tag

Die Gewerkschaft der Trainspotter (TSSLG) hat für heute zu einem viertelstündigen Warnstreik aufgerufen.

Damit soll auf die miserable Bezahlung der Bahn- fotografen aufmerksam gemacht werden. Selbst unter Einrechnung aller Prämien, Schlechtwetterzuschläge und Nachtschichten verdient der durchschnittliche Zugjäger in SL weniger als die meisten Schuhverkäufer.
Auf regelmäßige Einsatzzeiten kann er sich jedoch nicht verlassen, Wochenendarbeit ist die Regel.

Die Trainspotter fodern eine Gehaltserhöhung um 800%, bequemere Arbeitskleidung sowie eine gesetzliche Regelung zum Ausschluss von Frauen aus dem Trainspotterberuf.

Der neue SL-Gouverneur hat wohlwollende Prüfung zugesagt.

(Danke, Vitafit für die Location!)

Samstag, 25. August 2007

Login kaputt

Kennen Sie das Gefühl? Man sitzt am Rechner und plötzlich fällt einem ein: Verdammt! Hab ich im Bus eigentlich das Radio ausgeschaltet? Ärgerlich, aber normalerweise kein Problem: man geht einfach in seine SL-Garage und schaut nach. Nur heute... heute gab es damit Stress: Beim Einloggen sagte Old Secondhand einfach:




Was das genau heißen soll, bleibt unklar, aber wenn man Busfahrer ist, liegt einem das Stursein im Blut: Nochmal neu starten - gleiches Ergebnis.
Also wirft man einen Blick auf SLinfo... au weia!!! Es geht vielen genauso! Panik im ganzen Land seit früh um drei! Einige Avatarhalter haben so genannte "Tickets" geschrieben, also Mails an LindenLab mit der Bitte um Beistand.

Na schön... wenn's hilft. Die Antwort kommt sehr schnell, ist aber etwas unbefriedigend:
Der zweite Weg ist umständlicher: Live Chat beim Linden Support. Gibt's nur für zahlende Accounts, aber wir haben unsere SL-Vignette für 2007 ja im Fenster, also suchen:
secondlife.com --- einloggen --- support --- dort nochmal einloggen --- solution finder --- aus der liste auswählen: account problems und zu step2 weiterklicken --- my answer ist not here --- live chat --- angekommen, Andy meldet sich, lässt einen dann eine Weile hängen - und hilft:
Schenkt uns SL nicht täglich neue Erfahrungen, Herausforderungen, Neuigkeiten? Na???

Pressespiegel (Sputnik)

Das MDR-Radio Sputnik hat, offenbar gern, "Mit dem Bus durch Second Life" gelesen - als Buch.

"Schöne Lektüre, ... liest sich wirklich flott weg!" war das Fazit von Moderator Alex Buchwald, der mit Nuschi Martynov für die heutige Sendung "360°" ein zehnminütiges Studio-Interview geführt hat.
Die gesamte Sendung drehte sich um virtuelle Welten, Computer und Onlinespiele (passend zur Leipziger Game Convention) und lässt sich über den Link komplett als Podcast herunterladen. Sie ist allerdings 60MB groß... das Interview beginnt bei Minute 35 und geht bis kurz nach 45.


Ein kurzer Mitschnitt des Interviews ist in Arbeit und wird von hier aus möglichst bald nachgereicht.

Was tun in SL? (Folge 12) [Zukunft]

Um ganz ehrlich zu sein, ist mir 2007 schon zuviel Zukunft. Der Bus und ich stammen aus einer Zeit, in der man bis zum Jahr 2000 schaute und danach war höchstens noch Raumschiff Enterprise. Wie soll so jemand sich Gedanken über Zweitausendzwanzig machen?
Trotzdem habe ich zugesagt, als jemand von Philips mich eingeladen hat, an einer Art Zukunfts-Brainstorming-Serie teilzunehmen. Erster Termin: gestern abend. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Avataren (darunter
World Famous SL-Blogger Nobody Fugazi) traf sich also auf Our Virtual Holland, um in Kleingruppen nacheinander über Verpackungsphilosophien zu diskutieren, über mögliche Möglichkeiten neu zu entwickelnder intelligenter Kleidung und über Technologien, die unsere Gefühlsäußerungen messen und maschinenlesbar machen könnten.

Ziemlich viel Zukunft, wie gesagt! Ich werde bei den nächsten Sitzungen meinen schnell gefestigten Ruf als Skeptiker und Neue- technologien- scheiße- und- gefährlich- finder weiter ausbauen.

In unserer Serie von Beschäftigungen für SL hat diese Art von Veranstaltungen trotzdem einen Platz verdient: Was tun in SL? Zum Beispiel mit Firmen Zukunftsperspektiven diskutieren, die vielleicht einmal in Produktentwicklungen einfließen!

Wendyy Mahana, die mich in die Philipsgruppe aufgenommen hat (danke!), freut sich über interessierte Avatare (die englisch oder holländisch können). Wer also auch mal eingeladen werden möchte, fragt einfach an, oder schaut sich auf Our Virtual Holland um.

Donnerstag, 23. August 2007

Voice Chat

Das Busmikrofon ist endlich installiert! Wir haben umgerechnet fast 1000 Linden Dollar investiert und sind nun zeitweise in der Lage, uns mit netten Passagieren auf langen Strecken richtig zu unterhalten, beziehungsweise unvorsichtige Avatare lautstark von der Straße zu scheuchen.

Wer auch so was können möchte – hier ist die Kurzanleitung:

Zunächst braucht man die aktuelle Programmversion (wer sie noch nicht hat: der Link dahin ist immer gleich hier rechts in der Liste), außerdem ein Mikrofon (5 €) und irgendeinen Kopfhörer (z.B. der vom ollen Walkman in der Kiste). Die Pegel und Lautstärken für Hörer und Mikro werden im Rechner unter „Lautstärkeregelung“ aktiviert und gesteuert. Das Mikrofon sollte man nicht zu hoch aussteuern, sonst scheppert’s hinterher.

Nach dem Start von SL unter "Einstellungen" das Kläppchen „Voice Chat“ öffnen, dort aktiviert man die Sprache dann. Über dem Avatar schwebt ab diesem Moment ein weißer Punkt, der anzeigt: Kann sprechen.

Hören geht auf jeden Fall schon mal. Um nun wirklich auch etwas sagen zu können und verstanden zu werden, setzt man den Mauszeiger auf die Talk-Taste, drückt drauf und hält fest. Jetzt ins Mikrofon reden.

Voilà, der Avatar spricht und wenn jemand in der Nähe ist, der das alles auch so geschickt hingekriegt hat, dann kann man sich auch unterhalten. Während man Laut gibt, erscheint über einem die stilisierte Schallwelle, damit man auch sieht, dass man zu hören ist.

Ein Druck auf das kleine Vorhängeschlosssymbol im Talkknopf macht, dass man immer mit eingeschaltetem Mikro rumrennt. Überlegter Einsatz dieser Option wird empfohlen, wenn man z.B. ab und zu mit aufgesetztem Funk-Headset aufs Klo geht…

Netterweise regelt man die Einstellungen des Mikros möglichst so, dass es nicht zu laut und nicht zu leise ist, da ist einem sicherlich jemand behilflich.

Noch eine Neuigkeit des neuen Clients: Die alte fröhliche Schaltfläche „Freunde“ ist durch ein nüchternes „Communicate“ ersetzt worden. Nur falls jemand sucht.

Was tun in SL? (Folge 11) [Terror]

Haben wir eigentlich inzwischen in Second Life die Onlinefahndung? Wir haben jedenfalls noch keine betont unauffällig wirkenden Damen oder Herren dabei beobachtet, wie sie das Bushandschuhfach gefilzt hätten und im Inventar, unter „Scripts“ liegt auch noch kein eingeschmuggelter Ordner „:::Freebie:::Bundestrojaner:::“.

Aber: Bräuchten wir sie nicht langsam?
Vor einigen Wochen berichtete eine australische Zeitung, dass Terroristen mit islamistischem Hintergrund SL nutzen würden, um dort reale Attentate vorzubereiten. The Australian hatte präzise recherchiert und verblüffte mit unerwartetem Faktenreichtum: Es seien bereits drei Dschihadkämpfer bei SL angemeldet… bei einem gewollten Hubschraubercrash ins Nissangebäude habe es Tote gegeben… und von einer TV-Station sei nur ein Bombenkrater übrig geblieben! Manno! Wir hatten uns so sicher gefühlt!!!

Nun sind wir im Zweifel: Baldowern die beiden Avatare dort drüben im Shape-Shop gerade per IM Bombenpläne aus? Und finanzieren mit Camping-Einnahmen Sprengstoff? Ist die fastnackte Stangentänzerin da oben auf der Bühne im echten Leben Bin Laden? Sind das nur Schwerter, was der Typ da hat - oder vielleicht Waffen? Ein bisschen beruhigt waren wir dann wieder beim Lesen verschiedener Blogs, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Vint Falken weist zum Beispiel darauf hin, dass es sehr schwer sei, mit einem sprengstoffgefüllten LKW über SIM-Grenzen zu kommen. Das können wir leidvoll bestätigen: Es ist auch ohne Sprengstoff schwierig, dabei nicht aus dem Programm zu fliegen! Und einleuchtend argumentiert Crap Mariner, dass es schwierig werde, in Second Life 72 Jungfrauen zu finden – und wenn, dann seien die meisten von ihnen wahrscheinlich Männer. Solche Überlegungen helfen uns, morgens gegen 4 in den Schlaf zu finden.

Aber was tun, wenn sie z.B. in Apfelland Schläfer finden? Folge 11 unserer unregelmäßigen Serie "Was tun in SL" schlägt vor: Einfach mal Second Life sicher machen!

Wir müssen wachsam sein. Und wir müssen die Sicherheitskräfte unterstützen. Fahrgäste, die mit uns SIMs unter amerikanischer Verwaltung aufsuchen möchten, werden ab sofort gebeten, einen maschinenlesbaren Pass mitzuführen. Außerdem unterstützen wir die Lindensche Initiative, während jedes Logins einen 55fragigen Erhebungsbogen auszufüllen. Einen Ausriss daraus präsentiert Second Travel exklusiv:

Touch to enlarge! Zum Vergrößern bitte anklicken!

Help to keep SL safe! Vote for Nuschi Martynov next time anybody asks!

Mittwoch, 22. August 2007

Kindersicher mit TÜV

Mit einem Bus Baujahr 1962 fährt man nicht freiwillig zum TÜV, das ist wohl jedem klar.
Also haben wir uns das Betriebsfahrrad geschnappt, als wir heute morgen schnell in Achen, SL, vorbeigeschaut haben.
Eine Firma namens tekit Consult, die zum TÜV Saarland gehört, hat nämlich zu einem Wettbewerb aufgerufen, über den wir unsere Passagiere gerne informieren möchten:
Wer sich ein bisschen mit dem Thema "Sripten in SL" beschäftigt und Lust hat, eine Möglichkeit der Kindersicherung für SL mit zu entwickeln, ist eingeladen, sich das Basis-Script
(man trägt es als Head Up Display und es warnt, wenn man einen Bereich betritt, der vom Script als für Minderjährige ungeeignet erkannt wird, s.Foto) aus einer bereit gestellten Kiste zu nehmen und daran weiterzufrickeln. Soweit wir das verstanden haben... Mehr Infos in der Mitteilung (pdf) der Agentur. Der Wettbewerb läuft bis zum 15. September, über Preisgelder haben wir noch nichts in Erfahrung gebracht. Wer mehr weiß: erhellende oder kritische Kommentare erbeten!

Dienstag, 21. August 2007

Pressespiegel (Fritz)

"Vom Avatar über das Bauen bis zur Zeitverschiebung wird alles erklärt, bebildert und immer mit lustigen Erfahrungsberichten aus der virtuellen Welt gespickt."

Radio Fritz hat die erste Rezension von "Mit dem Bus durch Second Life"! Und zwar eine freundliche.

Wenn es mehr zu lesen oder zu hören gibt, sagen wir Bescheid!

Montag, 20. August 2007

Die Yak-Episode

Die Haltestelle lohnt sich schon! Passagiere noch und noch!
Eine Reisegruppe aus Nepal stand heute plötzlich neben dem Schild und beschwerte sich bereits heftig, als wir mit nur geringer Verspätung um die Ecke bogen. Auf dem Boden rund um die Station lag überall Yakkack herum und die Hochlandrind- Gruppentaste auf dem Fahrkartenautomaten war beschädigt, vermutlich durch unsachgemäße Bedienung. Nur gut, dass auf dem Automat auch eine Übersetzung ins Nepali zu finden ist, so wurde zumindest der korrekte Tarif bezahlt. Etwas Stress gab es dann während der Fahrt, als die Passagiere sich weigerten, noch etwas zusammenzurücken, um weitere Fahrgäste zusteigen zu lassen. Die Elefantenfamilie, die wir abweisen mussten, war sehr beleidigt!