Dienstag, 19. Februar 2008

Tierschutz in SL (Folge 4): Der Knödel

Hallo liebe Leser - es ist schon wieder Annapurna. Ich nutze die Gunst der Stunde und fülle die leeren Seiten, die unser Busfahrer hinterließ, mit schockierenden Enthüllungen.

Dass es unsere vierbeinigen, flatternden und geschuppten Freunden im zweiten Leben nicht immer leicht haben, habe ich an dieser Stelle schon des öfteren beklagt. Wenn Sie also dachten: schlimmer geht’s nicht – geht es doch!

Wer sich wie ich besonders viel Zeit nimmt, die Natur bei ihrer täglichen Entwicklung zu beobachten, wird es schon bemerkt haben: irgendetwas stimmt hier nicht! Wo einst liebliche Vögelein in den Ästen zwitscherten und Rehe friedlich grasten, entdeckt man immer häufiger unförmige, Mitleid erregende Kreaturen, mehr Knödel als Tier.

Gestern erst fand ich dieses traurige Wesen, das sich vor Scham in einem Erdloch versteckte.
Alles nur Zufall, denken Sie? Eine Laune der Natur? Mitnichten! Ein Informant, der aus Angst vor dauerhafter Verruthung ungenannt bleiben möchte, berichtete mir von einem Zwischenfall in einem bekannten amerikanischen Laboratorium. Bereits vor Monaten wurde dort eine größere Menge des unberechenbaren invertebraten Sculpt-ie-Virus freigesetzt. Man versucht bis heute, den Unfall zu vertuschen, aber die irreparablen Schäden, die das mutierte Virus an Flora und Fauna hinterließ, sind nicht mehr zu übersehen.

Wenn sie eines dieser erbarmungswürdigen Geschöpfe finden sollten, liebe Leser, seien Sie so gut und rollen es nicht einfach beiseite. Nehmen Sie es mit nach Hause, füttern Sie es reichlich und mit etwas Glück entwickelt es sich doch noch zu einem prächtigen und dankbaren Haustier.

Aber vergessen Sie nicht, sich stets gewissenhaft die Hände zu waschen. Denn grausam aber wahr: es scheint, als mache das Virus auch vor Menschen nicht Halt!



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