Donnerstag, 31. Januar 2008

Das Geisterhaus

Second Travel präsentiert heute als exklusiven Vorabdruck die Homestory ">Das Geisterhaus" aus Deutschlands bekanntestem Wohnmagazin!
"Haunted Manor heißt das Anwesen, das wir heute besuchen. Bereits an der Eingangstür (Zirbelholz, unbehandelt) unseres heutigen Gastgebers Dark Dharma ist die besondere Atmosphäre des Hauses zu spüren. Die effektvoll in Szene gesetzte Ikea-Leuchte über der Tür macht es leichter, das Klingelschild zu finden und gibt dem Hausherrn die Möglichkeit, ankommende Gäste leicht zu identifizieren."
"Bereits nach wenigen Schritten befindet man sich mitten im Arbeitsbereich. Tisch und Kristallkugel sind Fundstücke vom Flohmarkt, den Teppich hat Dharma selbst entworfen!"
"Auch die Sitzgarnitur passt sich nahtlos ins Ambiente ein. Ein prasselndes Feuer verspricht gemütliche Abende, die Ado-Gardinen bauschen sich sanft im Wind - rätselhafterweise auch bei geschlossenen Fenstern..."
"Rustikale Funktionalität herrscht dann im Küchenbereich. Die Poggenpohl-Einbaugeräte im Vintage-Look harmonieren ideal mit den schönen alten Einmachgläsern, in denen allerlei Leckeres auf Verwendung wartet. Da der Hausherr am liebsten frische Zutaten kombiniert, wundert man sich nicht über das extrascharfe Messer im Porschedesign, mit dem fürs Dinner eben ein frisch gemetzeltes Avatarherz geschnetzelt werden soll."
"Bei schönem Wetter lädt Dharma sich gern Gäste ein, die er dann im Garten bewirtet. Da öfters Familien mit kleinen Kindern zu Gast sind, wird Sicherheit groß geschrieben: 'Nicht auf den Grill sitzen!' fordert ein gut lesbares Schild. Vorbildlich!"
"Als unser Gastgeber das Haus erworben hatte, war der Garten in völlig heruntergekommenem Zustand gewesen: der Rasen verkrautet, der Ahorn verwahrlost und die Rabatten kümmerlich. 'Meine nächste Baustelle!' scherzt der Hausherr, der hier auch öfters selbst Hand anlegt, natürlich in enger Absprache mit seinem Gartengestalter.

Alles in allem ein Ensemble, dass auf jeden Fall einen Besuch lohnt.

Wir danken unserem Location Scout Moni für den netten Kontakt!"

Mittwoch, 30. Januar 2008

Mittwoch: Party-Tag!

Weil Second Travel über einen so schrecklich coolen Bus verfügt, sind wir natürlich immer überall eingeladen - einer muss ja hinterher fahren!
Dabei haben wir in letzter Zeit die erstaunliche Entdeckung gemacht, dass ausgerechnet der Mittwoch der
deutsche Partytag zu sein scheint. Und das trotz der früher ja regelmäßigen Mittwochs-Auszeiten für ganz SL. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit folgt an dieser Stelle heute eine kleine Liste mit Mittwochs-Feier-Locations in deutschen SL-Großstädten.
>Köln präsentiert mit schöner Regelmäßigkeit Live-Konzerte und Partys am Mittwoch. Letzte Woche gab es zum Beispiel Sinatra Cartier, der wesentlich besser singt, als er aussieht.
>Stuttgart hält einen Dance Floor bereit. Auf den Schildern daneben werden spezielle Events angekündigt.
Für die Wartezeit bis sich etwas tut, empfehlen wir >unsere offizielle Haltestelle dort.
In >Frankfurt war letzten Mittwochabend Betrieb in der Rock Factory, wenn auch, wie man sieht, nicht auf der Bühne... aber immerhin auf der Tanzfläche!
Und zum Schluss kommen wir noch zu Berlin. Letzte Woche fand >hier beispielsweise ein SL-Baukurs statt - mit sehr detaillierten Fragen und Antworten. Für angehende und fortgeschrittene SL-Designer zu empfehlen.
Und um die Ecke findet man auch das >German Newbie Center, wo man sich einfinden kann, wenn die Fragen sich noch sehr um die ersten Dinge drehen.

Für diejenigen LeserInnen, denen auch das noch zu kompliziert ist, erwähnen wir nur noch ganz kurz ein kluges >Buch... ach, das kannten Sie schon?

[Für Fotohilfe Dank an Lore!]

Dienstag, 29. Januar 2008

48Std.-Machinima Outtakes

Über das Filmprojekt haben wir >ja schon berichtet. Hier sind nun noch die Szenen, in denen etwas schiefgegangen ist.
Während das Team für den kompletten Film nur 48 Stunden Zeit hatte, durfte man sich für die >Outtakes etwas länger Zeit lassen. Hier sind sie nun endlich.

Und uns Bescheid zu sagen, haben sie ganz vergessen! Scheint so, als bräuchten wir VIEL mehr Spionagesatelliten und Hobbypaparazzi! Wir können ja nicht alles bei >Blitz Buckler abschreiben.

Montag, 28. Januar 2008

V-Day in Second Life

Second Life ist eine prima Umgebung für Frauenthemen. Immerhin sind - neben den echten Frauen - schätzungsweise 20 Prozent der männlichen SL-Nutzer mit einem Frauen-Avatar unterwegs.
Das klingt erstmal doof, zugegeben. Der Mann, der sich in der virtuellen Welt als Frau austobt, würde in jedem SZ-Artikel oder Panorama-Beitrag sofort als Paradebeispiel für Sex-Exzesse und Realitätsflucht zerrissen.
Andererseits: Fürs Verständnis der Geschlechter täte es manchem Mann ganz gut, für ein paar Tage in die Haut einer Frau zu schlüpfen.
Unsere Second Travel Bloggerin Lore (die wir in einem der Bilder versteckt haben) ist seit ein paar Wochen Teil der >V-Day-Bewegung in SL. V steht für Victory, Valentine und Vagina und mit dem V-Day soll weltweit aufmerksam gemacht werden auf das Thema Gewalt gegen Frauen.
Unter anderem sollten Eve Enslers >Vagina-Monologe als Theaterstück aufgeführt werden. Das wird leider nicht klappen, weil der US-Medienkonzern HBO die TV-Rechte hat - und stumpf behauptet, in SL gebe es kein Theater: Aufführungen hier seien Sendungen. Dafür kriegten die V-Day-Damen keine Lizenz.
Nun hat man beschlossen, ein eigenes Stück zu schreiben, die Kriterien sind beim SL-Blog >2nd Sex aufgelistet. Morgen nacht trifft man sich auf der SIM >VLS, um über das neue Projekt zu diskutieren, das sich jetzt In The Pink nennt. Spenden sind willkommen - und wir berichten hier, wenn es etwas neues gibt!

Samstag, 26. Januar 2008

Noch ne Zigarette mit Nuschi Martynov

Lieber Herr Martynov, die Nichtraucher setzen Ihnen ja ganz schön zu...
Ich habe gelesen, dass mich welche angezeigt haben.
Ja, eine Nichtraucherinitiative.
So ein Quatsch! Ein Bus raucht nun mal. Und meiner ist bald 50 Jahre alt. Das sind die Kolben, ich kann Ihnen das erklären: Das Gas-Luft-Gemisch kommt im Zylinder zur Reaktion und...
Ich glaube, es ging darum, dass Sie geraucht haben, nicht der Bus.
Und? Ist das jetzt verboten?
Naja, wenn man dabei einen offenen Benzinkanister in der Hand hat, dann ist das schon problematisch.
Jetzt will ich Ihnen mal was sagen. Ich hab in SL schon in >Theatern geraucht, vor >Gericht, beim >Lauchschwingen, im >Klavierkonzert und im >Museum. Und bei
m Nachtanken soll das nicht gehen?
Nach der Explosion musste Frau Moose die SIM von Hand wieder hochfahren. Und Second Life war >eine Stunde lang nicht erreichbar!
Ja ja, der Amerikaner ist ja als übervorsichtig bekannt. Als raucherfeindlich übrigens auch! Wenn ich >Governor geworden wäre, sähe das alles anders aus.
Morgen wird ja auch gewählt, außerhalb von Second Life...
Ach? Raucht einer der Kandidaten?
Äh... zumindest nicht öffentlich...
Weicheier wähle ich nicht. Schauen Sie mal, ich hab ein neues Feuerzeug.
Ist sturmsicher.
Seit es Windlight gibt, komm ich mit dem alten nicht mehr zurecht, das hier hat richtig Power.
Oh!
Super, was?
Bis nächste Woche!

[Nuschi Martynov ist nicht verwandt mit Helmut Schmidt, raucht aber >immer noch dasselbe Zeug]

Freitag, 25. Januar 2008

Die Bibel

Was der Bus schon alles hinter den Scheibenwischer gesteckt bekommen hat! Von "Kaufe jädes Auto!" bis "Die Gewerkschaft der FH-Dozenten protestiert gegen Ihren Fahrstil!"
Heute klemmte da eine Bibel!
Hingesteckt von California Condor. Die Bibel ist nicht einfach zum Lesen gedacht, sondern die kann was: Man trägt sie in der Hand und wenn man dann in den Chat "/90" tippt, gefolgt von irgendeiner Bibelstelle (auf englisch), zum Beispiel "Luke 3:23", dann zitiert die Bibel den passenden Text.
Und zwar laut zum Mitlesen für alle Umstehenden. Ehrlich gesagt, ist man damit nicht überall richtig willkommen. Aber sei's drum. Die dazu gehörige Cyberkirche steht auf >Truth.
Direkt gegenüber ist das Missionscafé, und auch für ein paar Kreuze ist gesorgt - ohne Hänge-Animation, aber mit einer Art Meditier-Sitzkreis davor.
Sonntags ist in der Kirche Gottesdienst, die >Website der Organisation erklärt den Rest.
Wir wissen nichts über die theologische Ausrichtung von Mr Condor und seiner Gruppe, aber wir finden, dass Second Life für diese Art Dialog prima geeignet ist und empfehlen daher, sich das unbedingt mal anzuschauen.

Donnerstag, 24. Januar 2008

B2B in Second Life

Back to Basic.
Ich weiß schon: Die Abkürzung steht bei euch für >was anderes. Aber jetzt habe ich bei dem Thema >Suchmaschinen-Optimierung Blut geleckt - und diese Überschrift scheint mir da sehr geeignet.
Back to Basic heißt heute und hier Rückstufung auf den Nicht-mehr-Bezahl-Account bei SL. Nuschi hat vor geraumer Zeit einen Jahresbeitrag an Linden Lab bezahlt, der ist jetzt aufgebraucht. Der Grund damals war die Befürchtung, dass aufgrund des großen Ansturms im Frühjahr 2007 der Login zeitweise für Bezahler reserviert werden könnte - für intensive Buchrecherchen wäre das recht aufregend gewesen.
Aber jetzt?
Ein normaler Busfahrer braucht keinen Premium Account. Solange Diesel in SL nichts kostet, fährt Nuschi Basic. Heute wurde umgemeldet. Meldungen über notwendige Busverkleinerungen dementieren wir aber hiermit!
Für die Damen Bushostessen ist das leider mit einigen Neuerungen verbunden. Zwar verlagern wir die Blogproduktion nicht nach Rumänien, aber das fehlende Taschengeld i.H.v. 300 L$ pro Woche zwingt uns zu Einschnitten:

Kleidergeld wird nur noch in Ausnahmefällen und bei wirklich coolen Stücken gewährt.


>Zigarettenpausen werden nicht mehr bezahlt (die Krankenkassenbeiträge haben wir ja auch in der Vergangenheit schon unterschlagen).


Weihnachten fällt 2008 mitten in die Woche und kann daher überhaupt nicht gefeiert werden. Vielleicht verzichten wir auch dieses Jahr aus Solidarität mit irgendjemandem auf Geschenke?


Die legendäre Second Travel Schuhkasse muss bedauerlicherweise auch aufgelöst werden. Interessierte Mitarbeiterinnen können aber ersatzweise eine neue Hostessen-Uniform beantragen, die das Schuhproblem sozialverträglich löst.

Nach einem vorläufigen Kassensturz bleibt uns ein Betrag von 594.314 Lindendollars und 78 Cent, die wir in den nächsten Monaten auf den Kopf hauen werden.

Noch eine Anmerkung: Wer es genau andersrum machen und sich zu einem Premium Account anmelden möchte, kann gerne den Anmelde-Link hier rechts auf der Seite verwenden. Das gibt eine Werbeprämie für Second Travel (die wir gerne teilen)!

Mittwoch, 23. Januar 2008

Suchmaschinenoptimierung

Auf >Second-Life-Info sind wir auf eine neue Technik gestoßen, mit der vor allem Shop-Betreiber in SL versuchen, in der eingebauten Suche bessere Plätze zu bekommen.
Das aus dem Web bekannte Rennen zwischen Suchmaschinen- Programmierern und Seitenanbietern läuft auch in Second Life. Deswegen finden wir, egal was wir suchen, auch meist auf den obersten Plätzen Treffer, die mit " ****" oder so ähnlich anfangen - weil man es so an den Anfang der Alphabethlisten schafft.
Die Lindensche Idee, die Treffer nach Traffic zu
sortieren, also nach der Zahl der Avatare, die schon mal an einem Ort waren, hat das Camping hochgebracht - und die gruslige Nebenform der >Tiefkeller voller Zombies oder CampBots: herrenloser Avatare, die nur herumstehen und als Punkte auf der Karte erscheinen.
Auf die neueste Idee der Search-Programmierer, für die Beurteilung auch die Empfehlungen der SL-Bewohner heranzuziehen, gibt es auch schon wieder eine Antwort: Man bekommt Geld dafür, bestimmte Orte in seine Picks (also die Auswahl seiner Lieblingsorte im Profil) aufzunehmen.

Der Vorgang wurde auch direkt automatisiert: Wir sind mal im SL-Search-Optimizer-Shop vorbeigefahren. Dort kann man das fertige Gerät für 1500 L$ kaufen und bei sich aufstellen.
Dann verteilt es Geld an die Avatare, die über eine bestimmte Zeit hinweg den Ort im Profil tragen.
Unnötig zu erwähnen, dass dies höchstwahrscheinlich nicht tatsächlich der Lieblingsladen der "Empfehler" ist - und damit fällt diese Art der Suchmaschinen-Optimierung für uns unter die Rubrik Belästigung: Griefing! >Suchmaschinen-Spamming!
Was hilft?
Füllt eure Picks mit echten Lieblingszielen! Je mehr wirklich wertvolle Reisetipps in die Berechnung einfließen, desto kleiner wird das Gewicht der Bezahlten!

[UPDATE: Ganz ohne Spammerei hat uns dieser Beitrag auf Platz 2 >dieser Googlesuche gespült! Und das schon drei Stunden nach Veröffentlichung :-))) ]

Mehr Fensterfarben

Weils so schön ist
...

Montag, 21. Januar 2008

Fensterfarben

Eine >Gruppe zu haben, bringt ganz neue Möglichkeiten. Zum Beispiel kann man diese Gruppenmitteilungen(*) schreiben und gehört endlich zu den Leuten, die den anderen immer die blauen Ecken (rechts oben) bescheren.
Nun ist im Second Travel Team ja auch Makemea Writer mit ihrem kategorischen >SL muss schöner werden!

Also verbinden wir das mal beides: Ab sofort können eure Gruppenmitteilungen schöner sein - und die anderen lästigen Pop-Ups gleich mit! Nie wieder Hellblau-Alarm, wenn ein Kontakt einloggt! Freie Sicht beim Bezahlen!
So
gehts:

Wir starten SL. Dann brauchen wir Zugriff auf das Client-Menü. Wer's noch nicht offen hat: STRG+ALT+d (zurück genauso).
Dort sucht man Debug Settings. Ein kleines Fenster erscheint,
darin ist die Liste verborgen, die dies hier enthält:
Anklicken von NotifyBoxColor führt dazu, dass man sich aus der Farbpalette seine Lieblingsfarbe aussuchen kann:
Vielleicht ein bisschen grell! Transparenz geht auch, dazu verstellt man die Zahl, die neben Alpha steht. Zum Beispiel auf 100:
Und wenn gelb immer noch zu fies ist, kann man auf ein gediegenes Grau ausweichen...
...dann erschreckt man sich nie mehr, wenn irgendwelche Schutzzäune einen anpflaumen ("protection with low spam...") oder Hostess Lore zum achten Mal am Abend crasht.
Denn Hellblau sind wir jetzt los!

Und wenn ihr noch ein paar Geheimnisse mehr wissen möchtet, erzählt euch Onkel Nuschi demnächst, wie ihr das Tortenmenü beim Basteln in eine Augenweide verwandelt...

[Via >Crap Mariner - thanx!]

(*) Gruppenmitteilungen muss man extra färben! Dazu wählt man statt NotifyBox einfach GroupMessage.

[UPDATE: Wie es scheint, speichert SL die Farbänderungen nicht! Nach dem Wieder-einloggen sind die Ecken wieder blau. Sehr frustrierend! Wenn wir eine Lösung dafür finden, liefere ich sie nach.]

Samstag, 19. Januar 2008

Writer's Style (9)

Die Gastkolumne ist aus dem Winterschlaf zurück. Es ist Zeit. Wir haben doch noch so viel zu tun!
Ich bin Makemea Writer.
Meine Mission ist erfüllt, wenn Second Life gut aussieht.


Ihr kauft gerne Schuhe.
Ich weiß.
Ich auch.
Aber ich kaufe meine nicht beim Waffenhändler. Und ich lasse sie auch nicht aus Altmetall zusammenschweißen.
Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: In Second Life kostet das Material nichts! Ihr braucht nicht auf leere Thunfischdosen und Patronenhülsen auszuweichen.

Zweitens: Denkt ihr zwischendurch daran, dass in den Schuhen auch noch Füße stecken?
Avatarfüße!
Da könnte Linden noch ein bisschen nacharbeiten. Solange das so ist: Nehmt sie aus dem Bild. Oder betont sie wenigstens nicht noch extra.

Genießen wir den Vorteil, dass sie nicht stinken. So kann man sie wunderbar ignorieren.

Also bitte: Schuhe zu!

Freitag, 18. Januar 2008

Auf eine Zigarette mit Nuschi Martynov

Lieber Herr Martynov, würden Sie mir etwas von früher erzählen?
Ach Gottchen, jetzt bin ich schon über ein Jahr in Second Life, da ist so viel passiert, das langweilt euch junge Leute doch...
Nein, gar nicht! Viele unserer Leser würden zum Beispiel gerne wissen, wie das war, als Sie die Idee mit dem Buch hatten.
Das Buch? Das Buch... ach ja! Ich hatte kurz... entschuldigung. Das war natürlich ne tolle Sache, damals, mit dem Buch. Ja ja. (zündet sich noch eine an)
Und? Wie war das damals?
Na, toll war das. Hab ich doch grade gesagt. Ihr jungen Journalisten, ihr hört eben nicht zu. Das war früher schon so! Der Dings, der... wie hieß er noch? Na, is ja auch egal.
Sie haben das Buch ja sozusagen während des Busfahrens geschrieben, habe ich neulich in einem Interview gehört?
Ja. Wir hatten ja nichts. Das war ja nicht wie heute, wo die Busfahrer sogar hinterher Rente kriegen! Tagsüber Bus gefahren und am Tage geschrieben. Nachts haben wir dann geraucht und uns die Köppe heißgeredet. Schlaf kannten wir gar nicht. Wir waren schon tolle Hechte!
Und ihre Bushostessen haben das alles mitgemacht?
Na, die hatten ja keine Alternative. Privatleben kannten die gar nicht. Die waren Fotomodell fürs Buch, haben Sachen recherchiert und ausprobiert und natürlich die Fahrgäste unterhalten. Aber nebenbei haben die alle eine grundsolide Ausbildung erfahren.
Und stehen jetzt alle auf eigenen Beinen?
Natürlich! Die eine stellt jetzt so silberne Zigarettenspitzen her, die andere raucht selbst. Die dritte kümmert sich um Tiere. Eine heiratet auch dauernd, hab ich gehört...
Herr Martynov, können wir dieses Interview nächste Woche fortsetzen?
Ja sicher, lassen Sie sich einfach einen Termin geben von der Dings... Mist, jetzt hab ich auf den Boden geascht! Ja... machense ma weg... danke, wir sehen uns dann nächste Woche.

[Nuschi Martynov ist nicht verwandt mit >Helmut Schmidt, raucht aber dasselbe Zeug.]